Samstag, 20. August 2016

Spekulation auf Internationalen Anleihemärkten nimmt zu




Letzte Woche stieg der Gesamtwert der Staatsanleihen mit negativen Renditen auf über 13,4 Billionen Dollar. Gleichzeitig mehren sich die Bedenken, dass das Vorgehen der großen Zentralbanken, die durch verschiedene Formen von „quantitativer Lockerung“ Milliarden Dollar in das globale Finanzsystem pumpen, die Bedingungen für eine finanzielle Katastrophe schaffen.

Laut einem Gutachten von Tradeweb für die Financial Times ist der Gesamtwert der Unternehmens- und Staatsanleihen mit weniger als null Prozent Rendite im Lauf einer Woche um 300 Milliarden Dollar gestiegen. Der Grund, oder zumindest einer der Gründe für diese Verschärfung scheint die Entscheidung der Bank of England zu sein, in den nächsten sechs Monaten wieder Anleihen im Wert von 60 Milliarden Pfund aufzukaufen. Durch diese Maßnahme will sie nach dem Brexit-Referendum die Märkte ankurbeln.

Die Folge waren sinkende Renditen und steigende Preise für Anleihen - diese beiden Werte entwickeln sich im umgekehrten Verhältnis zueinander. Die Zinsen auf britische Staatsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit liegen mittlerweile auf einem Tiefststand von 1,3 Prozent, vor drei Monaten lagen sie noch bei 2,3 Prozent.

Die britische Zentralbank konnte nicht genug Verkäufer für die Menge von Anleihen finden, die sie am letzten Dienstag kaufen wollte. Das könnte bedeuten, dass Investoren auf dem Anleihenmarkt und Spekulanten mit weiteren Aktivitäten der Zentralbank und noch weiter steigenden Preisen rechnen.
Der internationale Anleihenmarkt entwickelt sich zunehmend zu einer Spekulationsblase. Negative Renditen bedeuten, dass die Nachfrage für eine Anleihe so gut und der Kaufpreis so hoch ist, dass jeder Käufer Verlust machen würde, wenn er die Anleihe bis zum Einlösedatum behalten würde. Der Investor kauft die Anleihe in der Erwartung, dass ihr Preis noch weiter steigen und er noch mehr Gewinn machen wird, wenn er sie später verkauft.

Textquelle und kompletter Artikel ->http://www.wsws.org/de/articles/2016/08/19/bond-a19.html

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