Mittwoch, 8. Juni 2016

Deutsche Bank-Chefvolkswirt: EZB-Käufe sind eine „Verzweiflungstat“



Deutsche Bank-Chefvolkswirt David Folkerts-Landau übt harsche Kritik an der Europäischen Zentralbank. Den Kauf von Unternehmensanleihen hält er für einen Fehler. Doch das ist nicht sein einziger Kritikpunkt.

Frankfurt Drei Kinder hat David Folkerts-Landau, drei Kinder, die in Europa aufwachsen. Deshalb greift der Chefvolkswirt der Deutschen Bank zu drastischen Formulierungen, wenn es um den Kontinent geht: „Ich mache mir Sorgen um die Zukunft Europas.“ 

Grund ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Folkerts-Landau sieht die Notenbank auf einem falschen Kurs. Anfänglich sei eine aggressive Lockerung der Geldpolitik richtig gewesen, so der Volkswirt. Doch mittlerweile wirkten die Schritte immer verzweifelter und es würden die Nachteile überwiegen. Die EZB folge einem „Dogma“ und verspiele so Ruf und Vertrauen.

Die Notenbank hat am Mittwoch mit dem Kauf von Unternehmensanleihen begonnen. Erworben worden seien Titel des Versicherers Generali, des Telekomkonzerns Telefonica und von Versorgern wie der französischen Engie. Die EZB will dadurch Anleihezinsen senken. Folkerts-Landau hält dies jedoch für eine „Verzweiflungstat.“

Textquelle und kompletter Artikel ->   http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/deutsche-bank-chefvolkswirt-ezb-kaeufe-sind-eine-verzweiflungstat/13707856.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen