Freitag, 15. April 2016

Soziale Ungleichheit: Die neue soziale Spaltung



Deutschland geht es so gut wie nie. Kein Land in Europa ist wirtschaftlich und politisch stärker. Wie kann es dann sein, dass jeder Dritte sich abgehängt fühlt? Ein Gastbeitrag.

Im Jahre 1999 erschien im „Economist“ ein später legendär gewordener Artikel, der die deutsche Volkswirtschaft zum Senkblei der Wirtschaft Europas erklärte. Dazu muss man wissen, dass diese britische Wochenzeitschrift nicht irgendein Wirtschaftsblatt ist, sondern das womöglich einflussreichste ökonomische Magazin für die Eliten der Welt. Damals galt Großbritannien als das europäische Avantgardemodell. Tony Blair, der Maggie Thatcher beerbt hatte, verkündete im Einklang mit einer Armee von Ökonominnen, Soziologen und Politikwissenschaftlerinnen, dass die Gesellschaft der Zukunft eine differenzierte Dienstleistungsgesellschaft mit einem wertschöpfungsintensiven finanzindustriellen Komplex sei. Nur die Deutschen hätten das offenbar noch nicht begriffen: Die glaubten immer noch daran, dass man sich mit der Fertigung von Autos, Spülmaschinen und Kugellagern an der Spitze halten könnte. Nach dem Verpuffen des Vereinigungsbooms schien mit einem Mal auf der Hand zu liegen, dass „Made in Germany“ das Prädikat einer untergehenden „Old Economy“ sein würde.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/soziale-ungleichheit-in-deutschland-trotz-starker-wirtschaft-14169768.html

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