Mittwoch, 2. März 2016

Carmignac-Experte Saint-Georges": Die Ampeln stehen auf Rot": Dieser Fondsmanager hat fast alle seine Aktien verkauft



Die Korrektur an den Börsen ist noch nicht zu Ende, fürchtet Didier Saint-Georges, Mitglied im Investment-Komitee von Carmignac. Die Franzosen reduzierten ihren Aktienanteil faktisch auf null und starteten als einer der wenigen Mischfonds- Manager fast ohne Verluste ins Börsenjahr 2016

FOCUS-MONEY: Die Aktienmärkte legten 2016 einen veritablen Fehlstart hin. Davon scheinen Ihre Fonds vergleichsweise unberührt. Sie hatten Ihre Aktienquoten zuvor deutlich gesenkt. Nur Glück oder auch Verstand?

Didier Saint-Georges: Das war kein Zufall, sondern die Antwort auf unsere Analyse. Wir sind seit geraumer Zeit beunruhigt über die Fragilität der Märkte und fuhren deshalb ab September vergangenen Jahres unsere Netto-Aktienquoten sukzessive auf das jeweilige Minimum zurück. Dass mit den Aktienmärkten etwas nicht stimmt, war offensichtlich: Auf negative Nachrichten reagierten sie dramatisch. Bislang sorgte die hohe Liquidität der Notenbanken für eine gewisse Elastizität im Markt. Das scheint vorbei zu sein. Was uns Sorgen bereitet, ist der zunehmende Mangel an Flexibiltät beziehungsweise an Widerstandsfähigkeit gegenüber möglichen Schocks.

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