Mittwoch, 10. Februar 2016

Strafzins: Commerzbank verlangt von Mittelständlern Guthabengebühren



Nun trifft es die mittelständischen Kunden der Commerzbank. Deutschlands zweitgrößte Bank weitet den Strafzins aus. Unangenehme Gespräche mit dem Kundenberater sind vorprogrammiert.

Die Commerzbank gibt die von der Europäischen Zentralbank verlangten Negativzinsen an immer mehr Kunden weiter. Seit Dezember 2014 erhebt Deutschlands zweitgrößte Bank schon von einzelnen großen Firmenkunden Strafzinsen, wenn sie hohe Einlagen bei ihr vorhalten. Jetzt weitet die Commerzbank dieses Vorgehen auf ihre 100.000 mittelständischen Unternehmenskunden aus. Von ihnen muss sich etwa jeder Zehnte auf unangenehme Gespräche mit dem Kundenberater gefasst machen. „Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr“, bestätigte ein Sprecher der Commerzbank dieser Zeitung.

Mit dem Begriff „individuelle Guthabengebühr“ versucht die Commerzbank dem Eindruck entgegenzutreten, es handele sich um eine für alle Kunden gleichermaßen fällige Strafzahlung. Tatsächlich werden auf Einlagen von Privat- und Geschäftskunden, also in der Regel selbständige Freiberufler mit weniger als 2,5 Millionen Euro Jahresumsatz, keine Gebühren fällig, zumindest noch nicht.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/commerzbank-fuehrt-strafzins-fuer-mittelstaendler-ein-14059240.html

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