Samstag, 23. Januar 2016

These des Deutsche-Bank-Chefs: Welt ohne Bargeld? Cryan-Vorstoß heizt Diskussion neu an



Sollte man Bargeld ganz abschaffen? Dann wäre auch das Falschgeldproblem mit einem Schlag aus der Welt. Bargeld helfe nur noch Geldwäschern und anderen Kriminellen, ihre Geschäfte zu verschleiern, sagte Deutsche-Bank-Chef John Cryan in dieser Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Deutsche-Bank-Chef John Cryan überraschte mit einer gewagten These: Bargeld werde in den nächsten zehn Jahren verschwinden. Denn: "Cash ist fürchterlich teuer und ineffizient." Doch gerade die Deutschen hängen an Schein und Münze. Während etwa Schweden und Dänemark ihren Zahlungsverkehr radikal digitalisieren, zahlen die Menschen in Deutschland nach wie vor vor allem bar: Bei 79 Prozent der Transaktionen, wie die Bundesbank anhand Daten von 2014 errechnet hat. Gut die Hälfte (53 Prozent) der Umsätze im Einzelhandel werden mit Bargeld abgewickelt. 

"Meines Erachtens wird der Anteil des unbaren Zahlungsverkehrs zunehmen und trotzdem wird Bargeld bleiben", bekräftigte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele angesichts des Cryan-Vorstoßes in der "Bild"-Zeitung (Freitag). Barzahler schätzen es, dass sie einen genaueren Überblick über ihre Ausgaben haben und sich beim Bezahlen keine Sorgen über Datenschutz machen müssen. 

 

Hälfte des Umsatzes in Bargeld


Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.focus.de/finanzen/news/waehrung-welt-ohne-bargeld-cryan-vorstoss-heizt-diskussion-neu-an_id_5230343.html

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