Montag, 14. Dezember 2015

Von geheimer Geldpolitik bis zum programmierten Skandal



Dieser Skandal hat uns gerade noch gefehlt: Da bringt die FAZ einen dicken Stein ins rollen, indem sie auf bis dato geheime Anleihenkäufe aufmerksam macht (vor allem durch die Banque de France und die Banca d'Italia), und schon ist der Teufel los.

Es geht um Anfa (Agreement on net-financial assets), ein Abkommen des Eurosystems darüber, ob und wie weit nationale Notenbanken die Geldpolitik auf Anleihenkäufe außerhalb ihres offiziellen Mandats ausdehnen dürfen. Im Klartext: Die Grenze zwischen erlaubten und nicht erlaubten Anleihenkäufen ist ins Schwimmen geraten. Dazu die FAZ: "Vergangene Woche wurde EZB-Chef Mario Draghi in der Pressekonferenz von dieser Zeitung direkt auf Anfa und die hohen Wertpapierkäufe angesprochen. Er reagierte ausgesprochen gereizt. Die Kaufstrategien der nationalen Notenbanken seien 'schwer zu verstehen', gab er zu. Doch könne er 'ausschließen, dass es sich um monetäre (Staats-)Finanzierung handelt".

Das klingt zunächst verwirrend. Deshalb nochmals im Klartext: Draghi scheint nicht genau gewusst zu haben, welches Spiel die nationalen Notenbanken da eingegangen sind. Das Spiel ist ernst, denn es handelt sich um Hunderte von Milliarden Euro. Wer kontrolliert noch wen, wenn möglicherweise sogar der oberste Geld-Zampano den Durchblick vermissen lässt? Bislang galt Draghi als unumschränkter Herrscher über die EZB-Geldpolitik.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.goldseiten.de/artikel/268588--Von-geheimer-Geldpolitik-bis-zum-programmierten-Skandal.html

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