Montag, 5. Oktober 2015

Umdenken für Amazon & Co: Aus für Steuertricks und Briefkastenfirmen


Globale Konzerne schieben Gewinne und Kosten über Ländergrenzen hin und her. Über legale Schlupflöcher senken sie ihre Steuerlast um Milliarden, der Fiskus geht leer aus. Damit soll nun Schluss sein.

Als "Meilenstein" feiert die Politik den Aktionsplan, Multis wie Apple, Amazon oder Google müssen neue Wege ausloten, um ihre Steuerlast zu senken. Geht es nach den führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) und der OECD, soll es legale Steuertricks nicht mehr geben. Die Industrieländer-Organisation OECD legte an diesem Montag 15 Maßnahmen und Empfehlungen gegen Steuergestaltung und Gewinnverlagerungen ("BEPS") vor.

Die G20-Finanzminister wollen das Paket noch diese Woche beschließen. "Das ist das Aus für Steuertricks und Briefkastenfirmen", feiern die Initiatoren: "Das Versteckspiel hat ein Ende." Vorausgesetzt, der Plan wird auch umgesetzt, und die Schlupflöcher werden wirklich gestopft.

 

Worum geht es im Kampf gegen "aggressive Steuergestaltung"?

Konzerne wie Apple, Amazon, Google oder Starbucks erzielen zwar hohe Gewinne, zahlen aber dank legaler Tricks und komplizierter Konstrukte wenig oder gar keine Ertragssteuern. Sie verschieben Gewinne und Aktivitäten zwischen Hochsteuer- und Niedrigsteuerländern hin und her – auch unter Ausnutzung international nicht abgestimmter Steuerregeln und nationaler Schlupflöcher. Verlagert werden Patente, Markenrechte, Lizenzgebühren oder Darlehenszinsen in Tochterfirmen in Steueroasen und Niedrigsteuerländer. Das drückt den zu versteuernden Gewinn. Geschätzt wird, dass den Staaten pro Jahr weltweit zwischen 100 und 240 Milliarden US-Dollar verloren gehen.

 

Wie sollen die Schlupflöcher gestopft werden?

 

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.heise.de/newsticker/meldung/Umdenken-fuer-Amazon-Co-Aus-fuer-Steuertricks-und-Briefkastenfirmen-2837702.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen