Donnerstag, 15. Oktober 2015

Lebensversicherung - Ende des Garantiezinses birgt neue Probleme



Die lebenslange Zinsgarantie gilt als ein Verkaufsargument für klassische Lebensversicherungen. Das Finanzministerium will künftig keine Vorgaben mehr machen. Branchenexperten sind besorgt. 

Die einflussreiche Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat vor der geplanten Abschaffung des Garantiezinses bei klassischen Lebensversicherungen 2016 gewarnt. DAV-Vorsitzender Wilhelm Schneemeier fürchtet, dass Versicherer ohne verbindliche Vorgaben des Bundesfinanzministeriums bei steigenden Zinsen wieder Produkte mit lebenslangen Garantieversprechen anbieten, die sich als zu hoch erweisen. „Wenn dann nach einer Phase steigender Zinsen wieder ein Einbruch erfolgt, sind wir wieder da, wo wir jetzt sind“, sagte Schneemeier der Deutschen Presse-Agentur.

Die Höhe des Garantiezinses, mit dem Kunden sicher rechnen können, wird bisher vom Bundesfinanzministerium auf Empfehlung der DAV-Versicherungsmathematiker und der Finanzaufsicht Bafin festlegt. Ab 2016 will das Ministerium den Assekuranzen keine Vorgaben mehr machen. Hintergrund sind die europaweit einheitlichen strengeren Eigenkapitalvorschriften (Solvency II) für Versicherungen. Der bisherige Höchstrechnungszins - auch Garantiezins genannt - werde für die Zwecke der Aufsicht nicht mehr benötigt, heißt es im Finanzministerium. Die Versicherer könnten aber weiterhin Garantieversprechen abgeben.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/lebensversicherung-ende-des-garantiezinses-birgt-neue-probleme/12456070.html

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