Donnerstag, 22. Oktober 2015

Bei Krisenwiederholung bräuchten Banken 3 Billionen Dollar Kapital




Wien - Sollte die große Wirtschaftskrise wiederkommen, dann bräuchte das weltweite Finanzsystem - derzeit - drei Billionen Dollar (2,64 Billionen Euro) Kapital, um diese zu überstehen. Das ergibt der wöchentlich aktualisierte Indikator für das Systemrisiko des Wirtschaftsnobelpreisträgers (2003) Robert Engle. Der Wert schwankt aber innerhalb weniger Monate deutlich.

Die Größenordnung sei zwar beeindruckend, aber alleine die Währungsreserven Chinas sind mit vier Billionen ausreichend, um den gesamten Kapitalbedarf des weltweiten Finanzsystems zu decken, verglich Engle heute in Wien in einem Vortrag anlässlich der Überreichung der Morgenstern-Medaille. Die Hälfte des systemischen Risikos liege in Asien, davon die Hälfte wiederum in China. Und gerade in China zeigt sich, dass der Indikator von Engles Institut stark schwanken kann. Mit dem Börsenhöhenflug zu Jahresbeginn - einer Verdoppelung der Börsenkapitalisierung innerhalb eines halben Jahres - hat das systemische Risiko drastisch abgenommen, da die Sicherheiten der Banken wesentlich wertvoller schienen. Mit dem Platzen der Blase ist das systemische Risiko wieder hinaufgeschnellt. Aktuelle Tendenz: Steil nach oben.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.format.at/wirtschaft/international/bei-krisenwiederholung-banken-billionen-dollar-kapital-5941573

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen