Mittwoch, 29. Juli 2015

Hartz IV: Weniger Arbeitslosigkeit zum Preis von weniger Einkommen



In einer Studie des IWF wurden die Folgen der Einführung von Hartz IV in Deutschland erhoben. Das nicht überraschende Ergebnis: Die Arbeitslosigkeit sank, doch die Lohneinkommen sanken genauso.

Mitte Juli veröffentlichte der IWF eine Studie, in der 27 Millionen einzelne Datensätze aus dem Zeitraum zwischen 1988 und 2009 untersucht wurden. Dabei ging es um die Folgen der Einführung von Hartz IV in Deutschland. Die Ergebnisse sind hierbei recht deutlich und eigentlich auch vorhersehbar.

Die Studienautoren stellten fest, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland (unter anderem auch) wegen dieser "Reformen" von ihrem Höchststand (11 Prozent) kurz vor der Einführung 2005 auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gefallen ist – rund 5 Prozent. Der Grund dafür sei, so die Autoren, dass die Reformen "die Anreize für Arbeitslose wesentlich erhöht haben, wieder eine Stelle anzunehmen".
Allerdings führten die "Hartz-Reformen" auch dazu, dass die Einkommen jener Personen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus kamen, um durchschnittlich 10 Prozent niedriger waren als sonst üblich. Die Menschen wurden eben auch dazu gezwungen, in die Niedriglohnbereiche und zu Zeitarbeitsfirmen zu gehen.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.contra-magazin.com/2015/07/hartz-iv-weniger-arbeitslosigkeit-zum-preis-von-weniger-einkommen/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen