Mittwoch, 13. Mai 2015

Staatsanleihen: Wann platzt die Blase?



Die Zeiten, in denen sich die Staaten billige refinanzieren (also weiter verschulden) konnten, neigen sich dem Ende zu. Über kurz oder lang wird auch die Staatsanleihenblase platzen. Doch wie lange haben wir noch, bis es so weit ist?

Mit 0,57 Prozent Zinsen pro Jahr mag das Niveau für den deutschen Staat zwar immer noch recht niedrig sein, doch noch Mitte April lag der Satz für zehnjährige Anleihen bei 0,06 Prozent. Der "Stabilitätsbonus" für die wirtschaftlich und finanziell stabileren Staaten, der teilweise sogar für negative Zinssätze sorgte, scheint aufgebraucht zu sein.

Hinzu kommt der Umstand, dass die Inflationsrate wieder leicht anzieht. Eine steigende Teuerung bringt normalerweise auch steigende Zinssätze mit sich, da die Käufer von Staatspapieren im Regelfall zum Gewinn auch noch die Teuerung abgegolten haben wollen. Ebenfalls nicht Unschuldig an der Entwicklung ist die Europäische Zentralbank, die allein seit 9. März Staatsanleihen im Wert von 108,7 Milliarden Euro kaufte. Da versuchen manche Spekulanten noch Kasse zu machen.
Doch nicht nur Europas Staaten haben sich enorm verschuldet, auch die USA und andere Industriestaaten sitzen auf einem gewaltigen Schuldenberg der immer weiter anwächst. Derzeit haben sie noch den Vorteil, dass sie sich trotz anziehendem Zinsniveau recht günstig neu verschulden und alte Papiere austauschen können – doch ewig wird sich das nicht spielen.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.contra-magazin.com/2015/05/staatsanleihen-wann-platzt-die-blase/

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