Freitag, 8. Mai 2015

Niedrigzinsen: Lebensversicherer fordern Hilfe vom Staat



Die deutschen Lebensversicherer ächzen unter den Niedrigzinsen. Jetzt soll der Staat die Not lindern. Einschlägige Branchenvertreter fordern, dass Versicherer für Garantieversprechen künftig weniger zurücklegen müssen.

Düsseldorf  Sie ächzen unter der Niedrigzinspolitik der EZB. Darum soll den deutschen Lebensversicherern jetzt der Staat helfen. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgegebene Kurs gefährde auf Dauer „die gesamte Vorsorgekultur und -struktur in Deutschland“, warnte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland. Es gebe Gesprächsbedarf mit der Politik, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Konkret verlangt er Erleichterungen beim Aufbau eines Sicherheitspuffers – der sogenannten Zinszusatzreserve.

Ein „so dramatischer Abstieg des Zinsniveaus“ – also eine so hohe Belastung der Versicherer durch die Zinszusatzreserve – sei bei Einführung nicht absehbar gewesen sei, sagte Erdland. Daher müsse jetzt nachgesteuert werden. Mit seinem Vorstoß ist der GDV-Chef nicht der erste. Auch die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hatte auf ihrer Mitgliederversammlung Ende April eine Änderung der Regeln bei der Zinszusatzreserve gefordert. Die Dosierung sei zu hoch gewählt, sagte Vorstandsmitglied Johannes Lörper.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/niedrigzinsen-lebensversicherer-fordern-hilfe-vom-staat/11750874.html

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