Sonntag, 10. Mai 2015

Der Anleihecrash und die nahende Vertrauenskrise…




Wer den Anleihecrash von dieser Woche als unbedeutende Randerscheinung betrachtet, der macht möglicherweise einen schwerwiegenden Fehler…

Einem Bekannte habe ich gestern vom Anleihecrash in dieser Woche erzählt und dabei erwähnt, dass die Renditen für Bundesanleihen regelrecht explodiert sind. Die Reaktion war typisch für jemanden, der mit Börse ansonsten nichts zu tun hat: „Toll“, jubelte mein Bekannter, „dann gibt es endlich wieder höhere Zinsen auf das Ersparte“.

Nun haben die Renditen für Bundesanleihen mit den Sparzinsen natürlich nicht das Geringste zu tun und so ist der jüngste Anleihecrash auch kein Grund zum Jubeln. Eher im Gegenteil:

In der Spitze kletterte die Umlaufrendite binnen weniger Tage von 0,05 auf 0,75 Prozent. Das ist eine Verfünfzehnfachung! Solche Bewegungen in derart kurzer Zeit sind an den Anleihemärkten schlicht als „historisch“ zu bezeichnen.

Unten stehende Grafik zeigt nur die Schlusskurse, aber auch dieses Bild ist eindrucksvoll. Man muss kein Charttechniker sein, um zu erkennen, dass der Abwärtstrend bei der Umlaufrendite zehnjähriger Bundesanleihen gebrochen wurde. Das heißt, die Zinsen deutscher Staatspapiere werden jetzt steigen.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.rottmeyer.de/der-anleihecrash-und-die-nahende-vertrauenskrise/

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