Dienstag, 26. Mai 2015

Facebook-Freund oder Abzocke-Feind?


Verbraucherzentrale Sachsen warnt nun auch vor der Betrugsmasche mit kopierten Facebook-Profilen

Frau Riedel aus Plauen werden 120 Euro von ihrem Mobilfunkanbieter für einen ihr unbekannten Bezahldienst in Rechnung gestellt.

Dabei erhielt die Dame vor wenigen Tagen nur eine erneute Freundschaftsanfrage von einer ihrer Facebook-Freunde.

Frau Riedel bestätigte die Freundschaft und gab auf Nachfrage ihre Mobilfunkrufnummer an ihre vermeintliche Freundin weiter.
Daraufhin bekam sie per SMS mehrere Zahlencodes auf Ihr Mobiltelefon geschickt, die sie an die neue (alte) Freundin weitergegeben sollte.
Der Dank für den Gefallen, den sie ihrer „Freundin“ getan hat, eine überhöhte Mobilfunkrechnung.

Denn mit der Weitergabe der Zahlencodes erfolgte die Einlösung der Zahlenkombinationen zu Lasten der Mobilfunkrechnung von Frau Riedel.

Frau Riedel ist Opfer einer neuen Betrugsmasche auf Facebook geworden.

Wir haben bereits 2014 ausführlich vor dieser Art von Betrug gewarnt, nachzulesen hier.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.mimikama.at/allgemein/facebook-freund-oder-abzocke-feind/

Verbraucherzentrale Sachsen -> http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/facebook-freund-oder-abzocke-feind--

Montag, 25. Mai 2015

Spannung auf dem Goldmarkt: Kursturbulenzen nach Pfingsten?



Am US-Terminmarkt ist es zu starken Positionsveränderungen bei den größten Goldhandelsgruppen gekommen. Die Spannungen könnten sich in einem Preissprung entladen – oder in einem Kurseinbruch.

Am amerikanischen Futures-Markt hat sich im Goldhandel kurzfristig enorme Spannung bei den Positionen der größten Händlergruppen aufgebaut.
Gegenüber Vorwoche ist die Netto-Verkaufsposition der “Commercials” (darunter die großen Bullionbanken) um 70,75 Prozent auf 132.334 Kontrakte angestiegen. Das ist die größte Netto-Short-Position der kommerziellen Goldhändler seit dem 24. Februar 2015. Das geht aus den aktuellen CoT-Daten der Börsenaufsicht CFTC hervor.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.goldreporter.de/spannung-auf-dem-goldmarkt-kursturbulenzen-nach-pfingsten/gold/50805/

Freitag, 22. Mai 2015

Bestätigt: Österreich holt 110 Tonnen Gold heim



Gold. Nach Deutschland und den Niederlanden nun also auch Österreich: Bis 2020 will die Nationalbank 110 Tonnen Gold nach Wien zurückgeholt haben.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) wird einen Großteil der im Ausland gelagerten Goldvorräte nach Wien zurückholen. Konkret geht es um 110 Tonnen des Edelmetalls, die dem Vernehmen nach in kleinen Tranchen bis ins Jahr 2020 komplett nach Österreich überführt werden sollen. Ein Großteil des Goldes wird aus den Tresoren der Bank of England in London kommen, denn dort lagern bisher rund 80 Prozent der insgesamt 280 Tonnen schweren österreichischen Goldreserven. In Zukunft will OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny 50 Prozent des Währungsgoldes aber in Wien verwahrt wissen, rund 30 Prozent in Großbritannien und 20 Prozent in der Schweiz.

Ein entsprechender Bericht der “Kronen Zeitung” wurde der “Presse” am Freitag-Abend aus Notenbankkreisen vollinhaltlich bestätigt. Nach Deutschland und den Niederlanden ist Österreich damit das dritte europäische Land, das sein Gold wieder nach Hause holt. Die offizielle Präsentation der neuen “Goldstrategie” soll in der kommenden Woche stattfinden, heißt es aus der OeNB. Die Entscheidung kommt nur drei Monate nachdem der Rechnungshof die Zentralbank für die Behandlung der Goldreserven harsch kritisiert hat. „Für das Management der Goldreserven der OeNB lag keine Gesamtstrategie vor“, hieß es damals.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.jilnik.com/2015/05/bestaetigt-oesterreich-holt-110-tonnen-gold-heim/


Mehr zum Thema:
Das Geheimnis um Österreichs Gold
Stöferle: “Gold wird wieder politisch korrekt”

Dienstag, 19. Mai 2015

Gehaltserhöhung für Parteien: 159,2 Millionen aus Steuermitteln



Einen Gehaltszuwachs von 1,6% im Vergleich zu 2014 können die Parteien in diesem Jahr feiern.

Nach einer “Unterrichtung durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages” steigt die “absolute Obergrenze” der Parteienfinanzierung im Jahr 2015 auf 159.245.400 Euro an, 1,6% mehr als im Jahr 2014. Die “absolute Obergrenze” der Steuermittel, die für Parteienfinanzierung jährlich eingesetzt werden dürfen, eine “absolute Obergrenze”, die wie durch Zauberhand jedes Jahr voll ausgeschöpft und somit immer erreicht wird, sie ist keine “absolute”, sondern eine relative Obergrenze, die jedes Jahr um den sogenannten “Parteien-Index” automatisch ansteigt.

Der Parteien-Index wiederum, ist im Paragraphen 18 Abs. 2 des Parteiengesetzes geregelt: Er setzt sich zu 70% aus dem allgemeinen Preisindex und zu 30% aus den Gehaltssteigerungen für Angestellte bei Gebietskörperschaften zusammen.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://sciencefiles.org/2015/05/18/gehaltserhohung-fur-parteien-1592-millionen-aus-steuermitteln/

Montag, 18. Mai 2015

Große Kapitalverwalter steigen bei Gold ein



Zwei nordamerikanische Vermögensverwaltungsgesellschaften waren die größten Käufer von Anteilen des SPDR Gold Trust im ersten Quartal 2015.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat neue Zahlen zu den Wertpapierbeständen der großen US-Kapitalverwalter veröffentlicht. Aus den Daten lassen sich auch die Investoren des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gold Trust (Börselkürzel: GLD) und die Besitzveränderungen gegenüber Vorquartal extrahieren.

Auf Platz 1 der größten Investoren in diesem Gold-Fonds bleibt demnach Paulson & Co. Der Fonds des US-Milliardärs John Paulson hielt an seinen Anteilen fest. Der Wert seiner Beteiligung betrug zuletzt 1,2 Milliarden Dollar.

Die kanadische Vermögensverwaltungsgesellschaft CI Investments Inc. war der mit Abstand größte Käufer im 1. Quartal. Das Unternehmen stockte seine GLD-Position um 6.117.900 Anteile auf und schoss damit auf Platz 2 der größten Anteilseigner. Der Wert des Investments: 735 Millionen US-Dollar. Das entsprach immerhin 7,7 Prozent des Gesamtportfolios des Großinvestors und war im 1. Quartal 2015 gleichzeitig die größte Einzelposition des Unternehmens, noch vor Anteilen an Apple Inc. ($ 626,67 Mio.).

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.goldreporter.de/grosse-kapitalverwalter-steigen-bei-gold-ein/gold/50688/

Samstag, 16. Mai 2015

Datenschützer warnen vor geplantem Konto-Strip



Die Finanz will künftig einfacher als bisher Einschau in Konten von Bürgern nehmen dürfen

Wien – Ist Österreich gerade dabei, eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Steuerbetrug einzunehmen, oder schaffen ÖVP und SPÖ den gläsernen Bankkunden? Zwischen diesen Polen verläuft die aktuelle Debatte über die geplante Abschaffung des heimischen Bankgeheimnisses.

SPÖ und ÖVP wollen ja ein zentrales Kontoregister einrichten, indem vermerkt ist, wer über welche Einlagen und Bankdepots in Österreich verfügt. Zusätzlich soll die Finanz auch Einschau in Bankdaten (Guthaben, Transaktionen) nehmen dürfen, wenn sie "Bedenken" gegen die Richtigkeit einer Steuererklärung hegt. Dieser zweite Punkt wirbelt weit mehr Staub auf. Die Behörden sollen zwar verpflichtet werden, Rücksprache mit dem Steuerpflichtigen zu halten, um offene Fragen klären zu können. Vonseiten des Finanzministeriums heißt es, dass bei der klassischen Arbeitnehmerveranlagung keine Kontoeinschau möglich sein soll.

Doch in allen übrigen Fällen ist vorgesehen, dass die Finanz mit einer schriftlichen Anfrage an alle gewünschten Bankdaten kommt. Das gilt bei Unternehmen ebenso wie für Privatpersonen.
Banken sollen laut Gesetzesentwurf des Finanzministeriums kein Einspruchsrecht gegen eine Abfrage erhalten. Das bekommt aber auch der betroffene Kontoinhaber nicht. Denn die Finanzprüfer müssen keinen Bescheid erlassen, den ein Abgabenpflichtiger vor Gericht bekämpfen könnte.

Kritik

Christof Tschohl vom Zentrum für digitale Menschenrechte in Wien übt deshalb scharfe Kritik an den Plänen des Ministeriums. Grundsätzlich stehe es der Politik frei, zwischen den beiden berührten Interessen abzuwiegen – in diesem Fall also dem Recht auf Datenschutz und der Pflicht des Staates, Steuern einzutreiben.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://derstandard.at/2000015893678/Datenschuetzer-warnen-vor-geplantem-Kontostrip

Freitag, 15. Mai 2015

Goldwährungen: China und Russland bereiten sich auf Dollar-Implosion vor



Dass China ein großes Faible für Gold hat, ist allgemein bekannt. Auch Russlands Zentralbank vertraut mehr auf das Edelmetall denn auf den Dollar. Damit scheinen sie sich auf einen Zerfall des Dollar-Imperiums vorzubereiten – oder diesen sogar in die Wege zu leiten.

Die zunehmende Abwicklung von Auslandsgeschäften in Landeswährung, die Etablierung alternativer Strukturen zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF), sowie der Fokus auf Gold bei den Währungsreserven sprechen eine klare Sprache: Das globale Fundament der Dollar-Stärke soll unterminiert werden.

Zwar hat insbesondere die Volksrepublik China wohl noch die weltweit größten Dollarbestände in den Büchern stehen, doch die zunehmende Investitionstätigkeit – die eben mit diesen Dollars bezahlt werden – sollen diese Abhängigkeit von der derzeitigen Weltleitwährung in den nächsten Jahren drastisch verringern. Ebenso gilt als gesichert, dass Peking an der Etablierung eines "Gold-Yuan" arbeitet. 

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.contra-magazin.com/2015/05/goldwaehrungen-china-und-russland-bereiten-sich-auf-dollar-implosion-vor/

Mittwoch, 13. Mai 2015

Staatsanleihen: Wann platzt die Blase?



Die Zeiten, in denen sich die Staaten billige refinanzieren (also weiter verschulden) konnten, neigen sich dem Ende zu. Über kurz oder lang wird auch die Staatsanleihenblase platzen. Doch wie lange haben wir noch, bis es so weit ist?

Mit 0,57 Prozent Zinsen pro Jahr mag das Niveau für den deutschen Staat zwar immer noch recht niedrig sein, doch noch Mitte April lag der Satz für zehnjährige Anleihen bei 0,06 Prozent. Der "Stabilitätsbonus" für die wirtschaftlich und finanziell stabileren Staaten, der teilweise sogar für negative Zinssätze sorgte, scheint aufgebraucht zu sein.

Hinzu kommt der Umstand, dass die Inflationsrate wieder leicht anzieht. Eine steigende Teuerung bringt normalerweise auch steigende Zinssätze mit sich, da die Käufer von Staatspapieren im Regelfall zum Gewinn auch noch die Teuerung abgegolten haben wollen. Ebenfalls nicht Unschuldig an der Entwicklung ist die Europäische Zentralbank, die allein seit 9. März Staatsanleihen im Wert von 108,7 Milliarden Euro kaufte. Da versuchen manche Spekulanten noch Kasse zu machen.
Doch nicht nur Europas Staaten haben sich enorm verschuldet, auch die USA und andere Industriestaaten sitzen auf einem gewaltigen Schuldenberg der immer weiter anwächst. Derzeit haben sie noch den Vorteil, dass sie sich trotz anziehendem Zinsniveau recht günstig neu verschulden und alte Papiere austauschen können – doch ewig wird sich das nicht spielen.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.contra-magazin.com/2015/05/staatsanleihen-wann-platzt-die-blase/

Sonntag, 10. Mai 2015

Der Anleihecrash und die nahende Vertrauenskrise…




Wer den Anleihecrash von dieser Woche als unbedeutende Randerscheinung betrachtet, der macht möglicherweise einen schwerwiegenden Fehler…

Einem Bekannte habe ich gestern vom Anleihecrash in dieser Woche erzählt und dabei erwähnt, dass die Renditen für Bundesanleihen regelrecht explodiert sind. Die Reaktion war typisch für jemanden, der mit Börse ansonsten nichts zu tun hat: „Toll“, jubelte mein Bekannter, „dann gibt es endlich wieder höhere Zinsen auf das Ersparte“.

Nun haben die Renditen für Bundesanleihen mit den Sparzinsen natürlich nicht das Geringste zu tun und so ist der jüngste Anleihecrash auch kein Grund zum Jubeln. Eher im Gegenteil:

In der Spitze kletterte die Umlaufrendite binnen weniger Tage von 0,05 auf 0,75 Prozent. Das ist eine Verfünfzehnfachung! Solche Bewegungen in derart kurzer Zeit sind an den Anleihemärkten schlicht als „historisch“ zu bezeichnen.

Unten stehende Grafik zeigt nur die Schlusskurse, aber auch dieses Bild ist eindrucksvoll. Man muss kein Charttechniker sein, um zu erkennen, dass der Abwärtstrend bei der Umlaufrendite zehnjähriger Bundesanleihen gebrochen wurde. Das heißt, die Zinsen deutscher Staatspapiere werden jetzt steigen.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.rottmeyer.de/der-anleihecrash-und-die-nahende-vertrauenskrise/

Samstag, 9. Mai 2015

Gefährlich Notenbankenpolitik - Finanzmarktrisiken und Nebenwirkungen


Die Bemühungen der Alchimisten in den Notenbanken einen Crash zu verhindern, werden diesen letztlich auslösen. Die Nebenwirkungen der unbeirrt weiter verfolgten Nullzinspolitik werden immer deutlicher. 

Befürchtungen, die Europäische Zentralbank (EZB) könnte ihr erst im März gestartetes Gelddruckprogramm wegen des "Konjunktur(prognosen)wunders" in Europa wieder einstellen, begegnete der neue Chef-Magier der Märkte, EZB-Präsident Mario Draghi, gleich mit zwei beunruhigenden Versprechen: Wie geplant, werden 1.140 Milliarden Euro frisch gedruckt, komme was wolle („Unser Fokus wird auf der vollen Umsetzung unserer Maßnahmen liegen.“), selbst um den Preis, die Wahrscheinlichkeit einer nächsten Krise zu erhöhen („Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass niedrige Zinsen für eine lange Zeit den Nährboden für Ungleichgewichte bilden können)!
Das neuerliche EZB-Druckversprechen und die sich weiter deutlich abschwächende US-Konjunktur beflügelten im April abermals die Märkte, so dass – neben Dax oder S&P 500 – nun auch die US-Technologiebörse Nasdaq ihr 2000 markiertes Blasenhoch nach 15 Jahren überwinden konnte.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/gefaehrlich-notenbankenpolitik-finanzmarktrisiken-und-nebenwirkungen/11753026.html

Freitag, 8. Mai 2015

Niedrigzinsen: Lebensversicherer fordern Hilfe vom Staat



Die deutschen Lebensversicherer ächzen unter den Niedrigzinsen. Jetzt soll der Staat die Not lindern. Einschlägige Branchenvertreter fordern, dass Versicherer für Garantieversprechen künftig weniger zurücklegen müssen.

Düsseldorf  Sie ächzen unter der Niedrigzinspolitik der EZB. Darum soll den deutschen Lebensversicherern jetzt der Staat helfen. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgegebene Kurs gefährde auf Dauer „die gesamte Vorsorgekultur und -struktur in Deutschland“, warnte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland. Es gebe Gesprächsbedarf mit der Politik, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Konkret verlangt er Erleichterungen beim Aufbau eines Sicherheitspuffers – der sogenannten Zinszusatzreserve.

Ein „so dramatischer Abstieg des Zinsniveaus“ – also eine so hohe Belastung der Versicherer durch die Zinszusatzreserve – sei bei Einführung nicht absehbar gewesen sei, sagte Erdland. Daher müsse jetzt nachgesteuert werden. Mit seinem Vorstoß ist der GDV-Chef nicht der erste. Auch die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hatte auf ihrer Mitgliederversammlung Ende April eine Änderung der Regeln bei der Zinszusatzreserve gefordert. Die Dosierung sei zu hoch gewählt, sagte Vorstandsmitglied Johannes Lörper.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/niedrigzinsen-lebensversicherer-fordern-hilfe-vom-staat/11750874.html

Donnerstag, 7. Mai 2015

Wahnsinn ohne Ende: EZB-Notkredite für griechische Banken immer höher



Die EZB alleine hält das griechische Finanzsystem weiter am Leben und nimmt damit quasi den Platz ein, den eigentlich die Sparer bei den griechischen Banken haben sollten. Ein Wahnsinn ohne Ende wird zur Normalität…

Der Wahnsinn mit den ELA´s

Wie informierte Kreise berichten, stockt die EZB die kurzfristigen Notkredite (Emergency Liquidity Assistance /ELA) für griechische Geschäftsbanken um weitere 2 Milliarden Euro auf – damit belaufen sie sich dann auf 79 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Griechische Unternehmen und Privathaushalte halten gerade noch ca. 130 Milliarden Einlagen. Die ELA´s werden von der griechischen Notenbank direkt an die griechischen Geschäftsbanken ausgezahlt – die zusätzlichen Volumen der ELA´s müssen aber von der EZB genehmigt werden, und da die griechische Notenbank Teil des “Eurosystems” ist und damit der EZB untergeordnet, kann man sagen, dass diese Notkredite von der EZB stammen. Wofür die griechischen Banken diese ständig aufgestockten Notkredite verwenden, die eigentlich nur als kurzfristige Nothilfe (eine Art Dispo) für die Banken selbst gedacht sind?

Verwendung

Einerseits um die Lücken aufzufüllen, die die ständigen Bargeldabflüsse der griechischen Kleinsparer in den Bankbilanzen hinterlassen. Denn den Krediten müssen ja Einlagen gegenüber stehen, sonst funktioniert die Bankbilanz nicht mehr. Andererseits kaufen griechische Banken die kurzlaufenden griechischen Staatsanleihen (“T Bills”), um so verbotenerweise den griechischen Staat zu finanzieren. Alle wissen es – und alle tun so, als wüssten sie von nichts.
Textquelle und kompletter Artikel -> http://finanzmarktwelt.de/wahnsinn-ohne-ende-ezb-notkredite-fuer-griechische-banken-immer-hoeher-12005/

Sonntag, 3. Mai 2015

Szenarien für den Fall der Zuspitzung der Euro-Krise - Planspiele für den Franken-Notfall


Für den Fall, dass der Druck auf den Franken weiter zunehmen sollte, sind Notmassnahmen in Diskussion. Laut einer der Ideen soll ein Sonder-Wechselkurs für Bargeld höhere Negativzinsen ermöglichen.

Man hofft auf das Beste und bereitet sich für das Schlimmste vor. Dieses Motto gilt auch für die Geldpolitik der Nationalbank. Manche mögen darauf setzen, dass sich die Wechselkurslage allmählich «normalisiert» oder zumindest nicht mehr verschlechtert, doch eine weitere Zuspitzung dürfte eine mehr als nur marginale Wahrscheinlichkeit haben. Die Vorbereitung auf solche Szenarien mit der Diskussion von Notmassnahmen aus dem «Giftschrank» gehört denn auch zu den Hausaufgaben einer Notenbank. Ein Papier des Finanzdepartements und des Wirtschaftsdepartements hatte unlängst gängige Stichworte erwähnt: eine Verstärkung der Politik der Negativzinsen, die Erwägung eines neuen Mindestkurses (sofern die Glaubwürdigkeit da wäre) sowie «einschneidende Kapitalverkehrsmassnahmen» als Ultima Ratio.

Ein Gift mit bösen Folgen

Wie es sich für Massnahmen aus dem Giftschrank gehört, wäre bei allen diesen Mitteln mit gröberen Problemen zu rechnen. Ein neuer Mindestkurs, der «beissen» soll (der also nicht bei 80 Rp. pro Euro läge, sondern zum Beispiel bei 1 Fr. oder Fr. 1.10), wäre wohl angesichts der Aufgabe der früheren Kursgrenze wenig glaubwürdig und müsste mit heftigen Marktattacken rechnen. Bei Einschränkungen des Kapitalverkehrs gibt es ebenfalls erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit, doch als kurzfristige Notmassnahme, zum Beispiel zur Stützung eines neuen Mindestkurses, mögen sie infrage kommen.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.nzz.ch/wirtschaft/planspiele-fuer-den-franken-notfall-1.18533752