Freitag, 10. April 2015

Schwellenländer: Dollarschulden könnten neue Finanzkrise auslösen


Der schwache Dollar und die niedrigen Zinsen verleiteten viele Unternehmen in den Schwellenländern dazu, Kredite auf Dollarbasis aufzunehmen. Nun könnte mit der Wiedererstarkung der US-Währung und den drohenden Zinserhöhungen bald schon eine neue Finanzkrise ausgelöst werden.

Ganze 2 Billionen Dollar sollen die Konzerne der Schwellenländer an Dollarkrediten offen haben, dies schätzt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Für den Internationalen Währungsfonds (IWF) ist das Grund genug, vor einer neuen Finanzkrise zu warnen. Zwar viel zu spät, aber doch noch vor dem großen Knall.

Denn die dortigen Unternehmen sind hauptsächlich welche, die im Rohstoffsektor tätig sind. Doch die Rohstoffpreise befinden sich im Keller, wodurch die Erlöse dementsprechend sinken. Gleichzeitig erstarkt schon der Dollar, wodurch die Kreditkosten immer weiter steigen. Dies ist eine sehr bedenkliche Entwicklung, an der die Geldpolitik der Fed und die freien Kapitalmärkte maßgebliche Schuld tragen.

Fehlende Regulationsmechanismen beim internationalen Kapitalverkehr führen dazu, dass sich so lange niemand Sorgen um die Entwicklungen macht, bis es dann endgültig zu spät ist. Hinterher, wenn ganze Volkswirtschaften in den Abgrund gerissen wurden, ist die Jammerei groß. Jene die draufzahlen sind dann zumeist die Teile der Bevölkerung, die gar nichts dafür können.

 Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.contra-magazin.com/2015/04/schwellenlaender-dollarschulden-koennten-neue-finanzkrise-ausloesen/

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