Dienstag, 21. April 2015

Heftige Blase am Rentenmarkt


Überhitzungen, Spekulationsblasen und gefährliche Kurseuphorie sieht man nicht nur bei Aktien und Immobilien sondern seit langem auch am Rentenmarkt. Die Kurse vieler Anleihen sind enorm gestiegen, was die Renditen in den Keller drückt.

Renten, Bonds, oder auch Anleihen (ist alles das selbe) sind verbriefte Kredite. Oft werden sie auch einfach nur festverzinste Wertpapiere genannt; bei deutschen Staatsanleihen spricht man umgangssprachlich auch gerne von Bundesschatzbriefen oder Bundesobligationen. Solche Papiere haben einen Nennwert, eine feste Verzinsung und einen Kurs. Die Rückzahlung erfolgt stets zum Nennwert (Kurs 100%). Viele Anleihenkurse liegen aktuell weit über 100% und werden durch den Nennwertkonvergenz-Effekt starke Kurseinbußen sehen, die über die fixe Zinszahlung nur bedingt abgefedert werden können. Steigen die Kurse von Anleihen, dann freuen sich zwar Inhaber von z.B. Rentenfonds, aber die Erwerber dieser Papiere erhalten schlicht keine angemessene Risikoprämie mehr.

Damit die Kurse von Anleihen steigen, müssen 2 Dinge geschehen: Entweder das Zinsniveau sinkt oder das Risiko des Kreditnehmers sinkt. Beides stützt den Kurs und senkt die Rendite. Weil das viele frisch gedruckte Geld panisch Rendite sucht, schossen die Kurse nach oben, was die Renditen drückt. Viele Renditen vergüten längst nicht mehr das Risiko ihrer Kreditnehmer. Zu was fehlende Risikoprämien in einer Geldplanwirtschaft führen können, haben vergangene Krisen eindrucksvoll gezeigt. Bei deutschen Staatsanleihen ist es besonders extrem: 1 bis 7 jährige Laufzeiten rentieren negativ, die 10 jährige Variante wirft magere 0,11% p.a. ab. Der Kursgewinn des Renditerückgangs sieht in Rentenfonds und z.B. Überschussmitteilungen von Versicherern zwar schön aus, aber die nächsten Jahre ist hier nichts mehr zu erwarten.

 Textquelle und kompletter Artikel -> https://pinksliberal.wordpress.com/2015/04/21/heftige-blase-am-rentenmarkt/

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