Donnerstag, 9. April 2015

Fünf Jahre Niedrigzinsen Private Sparer verlieren 190 Milliarden Euro




Fünf Jahre Niedrigzinsen Private Sparer verlieren 190 Milliarden Euro.

Die Null-Zinspolitik der Europäischen Zentralbank kostet deutsche Privathaushalte nach einer Studie Milliarden. Der deutsche Staat kann sich hingegen über kräftige Einsparungen freuen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse des genossenschaftlichen Zentralinstituts DZ Bank sind deutschen Sparern in den vergangenen fünf Jahren Zinseinkünfte in Höhe von 190 Milliarden Euro entgangen.

Die Studie untersucht, wie sich die niedrigen Zinsen seit dem Jahr 2010 finanziell auf die privaten Haushalte ausgewirkt haben. Sie vergleicht dazu das tatsächliche Zinsniveau mit dem langjährigen Durchschnittszins ohne außergewöhnliche Inflationsereignisse und größere Krisen. Dieses „Normalzinsniveau“ legt die Untersuchung bei 4,2 Prozent fest, dem Durchschnittszinsniveau in der Phase zwischen 1998 und Mitte 2009. Würde man also ein geringeres Normalzinsniveau zugrunde legen, ergebe sich auch ein niedrigerer Vermögensverlust durch die fehlenden Zinseinkünfte.

Doch wie die Studie konstatiert, haben die geringen Zinsen für die Bundesbürger auch Vorteile. So profitieren etwa die Schuldner: Sie sparen 78 Milliarden Euro, weil sie für Kredite weniger Zinsen zahlen müssen. Trotz dessen liegen die Zinsverluste deutlich höher als die Gewinne durch geringere Kreditzinsen, und so bleibt für die Bürger unter dem Strich ein deutlicher Verlust. Staat und Unternehmen profitieren hingegen, weil sie höhere Schulden haben.

  Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/private-sparer-verlieren-190-milliarden-euro-in-vergangenen-fuenf-jahren-13528997.html

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