Donnerstag, 16. April 2015

Attacke gegen Niedrigzins-Politik der EZB - Münchener-Rück-Chef kritisiert: "Märkte abhängig vom billigen Geld"


Nikolaus von Bomhard gehört zu den mächtigsten deutschen Managern. Als Chef des Finanz-Riesen Münchener Rück muss er jedes Jahr Milliardensummen möglichst lukrativ anlegen. Doch in Zeiten der Mini-Zinsen fällt das auch dem Geldprofi immer schwerer.

Der Münchener-Rück-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard macht sich Sorgen um sein Geschäftsmodell. Sein Finanzkonzern schaffe es kaum noch, mit Geldanlagen die erforderlichen Renditen zu erzielen. Im Interview mit dem „Handelsblatt“ reitet von Bomhard heftige Attacken gegen die Zinspolitik der Europäische Zentralbank (EZB). Und er fordert von der Politik, überfällige Reformen anzugehen.

"EZB-Politik verfehlt ihr Ziel"

Bomhard gesteht der EZB zu, dass sie mit niedrigeren Zinsen die Wirtschaft in Schwung bringen will. Ziel ist, dass Unternehmen Billig-Kredite verstärkt nachfragen und so für Wachstum sorgen. Laut von Bomhard geht das Kalkül nicht auf. Die meisten Firmen bräuchten solche Kredite nicht. Dafür wögen die negativen Folgen umso schwerer: Nicht kreditwürdige Firmen kämen billig an Geld, das sie vielleicht nie zurückzahlen könnten. Damit holten sich die Banken neue Ausfallrisiken in ihre Bücher.

 Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.focus.de/finanzen/news/attacke-gegen-niedrigzins-politik-der-ezb-muenchener-rueck-chef-kritisiert-maerkte-abhaengig-vom-billigen-geld_id_4616911.html

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