Mittwoch, 11. Februar 2015

Bitcoin-Börse verschwindet mit Millionen der Anleger


Mit einem Schneeballsystem haben die Betreiber einer Bitcoin-Börse in Hongkong Millionen eingesammelt. Nun sind sie mit dem Geld der Anleger getürmt. Ein Schlag für die krisengeschüttelte Währung.

Der krisengeschüttelten Digitalwährung Bitcoin droht der nächste Schlag: Betrüger in Hongkong haben augenscheinlich über Monate hinweg Anleger mit dem Stichwort "Bitcoin" und hohen Renditeversprechen gelockt, nur um nun mit dem investierten Kapital zu verschwinden.
WERBUNG
Die Täter betrieben die virtuelle Börse Mycoin, die gestern überraschend die Pforten schloss. Die Nutzer können keine Überweisungen mehr tätigen, haben keinen Zugriff mehr auf ihr angelegtes Geld. Es sei zu befürchten, dass rund drei Milliarden Hongkong-Dollar (342 Millionen Euro) verloren seien, sagte der örtliche Abgeordnete Leung Yiu-chung.
Bei seinem Büro hätten sich Dutzende besorgte Anleger gemeldet – allein in den vergangenen zwei Tagen seien mehr als 30 Fälle zusammengekommen. "Wir schätzen, dass mehr als 3000 Menschen betroffen sind."

Ein ausgeklügeltes Schneeballsystem

Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, lässt sich noch nicht absehen – die Schätzung von drei Milliarden Hongkong-Dollar basiert augenscheinlich auf der Eigenwerbung in Internet von Mycoin, dass bislang 3000 Kunden jeweils eine Million Hongkong-Dollar angelegt hätten. Da aktuell weltweit nur etwa 2,8 Milliarden Euro in Bitcoin angelegt sind, ist es aber relativ unwahrscheinlich, dass Mycoin tatsächlich so viel Kapital verwaltet hat.

Textquelle und kompletter Artikel -> http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article137298425/Bitcoin-Boerse-verschwindet-mit-Millionen-der-Anleger.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen