Donnerstag, 1. Januar 2015

Wer von den manipulierten Minizinsen profitiert


Die Deutschen verlieren nach Berechnungen von Wirtschaftsforschern durch die Niedrigzinspolitik jährlich bis zu 70 Milliarden Euro. Doch es gibt auch Profiteure, die sich die Hände reiben. Einige von ihnen stellen wir im folgenden Beitrag vor. 

»Schlachtet das Sparschwein«, so lautete der mäßig kreative Werbeslogan einer Bank zur Jahrtausendwende. Die Botschaft war klar: Statt die vermeintliche Spießertugend des Sparens zu kultivieren, sollten die Bürger in Aktien investieren, besser noch in Aktienfonds, denn dafür kassieren die Banken fette Ausgabeaufschläge.

Was dann kam, ist bekannt. Die Börsen brachen drastisch ein, und viele Anleger verloren jede Menge Geld. Da durfte sich jeder glücklich schätzen, der damals sein Sparschwein nicht geschlachtet hatte.

Heute, rund 15 Jahre später, ist die Situation ähnlich. Das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK berichtete vor wenigen Wochen über einen dramatischen Einbruch beim Sparverhalten der Deutschen.

Die Sparneigung sei auf einem Tiefpunkt angekommen, hieß es. Und Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon machte eine »schleichende Erosion« der deutschen Sparkultur aus. Das sind eigentlich alarmierende Nachrichten in einem Land, in dem das Sparen und Vorsorgen immer zu den wichtigsten wirtschaftlichen Tugenden zählte. Doch Regierung und Medien verbreiten nach wie vor unverdrossen Champagnerstimmung − und das nicht nur zur Weihnachtszeit.
Textquelle und kompletter Artikel -> http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-brueckner/wer-von-den-manipulierten-minizinsen-profitiert.html

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