Freitag, 23. Januar 2015

„Draghi ist ein Verbrecher“: Heftige Kritik an EZB-Programm



BRÜSSEL/BERLIN. Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, Anleihen von Krisenstaaten für mehr als eine Billion Euro zu kaufen, ist auf scharfe Kritik gestoßen. Wirtschaftsexperten und Politiker zeigten sich entsetzt über den Plan von EZB-Chef Mario Draghi und warnten vor Altersarmut und den Folgen für die deutschen Steuerzahler.

Die schärfste Kritik kam von der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch. Sie nannte Draghi einen „Verbrecher“, der eine „asoziale“ Politik verfolge. „Er hat soeben in Frankfurt angekündigt, die Märkte mit mehr als einer Billion Euro zu fluten. Vermögende werden noch vermögender. Arme werden ärmer. Umverteilung von unten nach oben wie noch nie in der Geschichte“, kritisierte von Storch.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, bezeichnete das EZB-Vorgehen als schweren Fehler. Profitieren würden davon vor allem die Banken, warnte er im Deutschlandfunk. Besser sei es, wenn den Krisenstaaten das Geld direkt zur Verfügung gestellt werden würde.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch warf Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, die Bundesbank im Kampf gegen das EZB-Programm allein gelassen zu haben. „Alle Notenbankchefs von stabilitätsorientierten Ländern sind dagegen“, betonte er gegenüber dem Handelsblatt. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sieht die EZB auf „keinem guten Weg“.
Textquelle und kompletter Artikel ->http://jungefreiheit.de/wirtschaft/2015/draghi-ist-ein-verbrecher-heftige-kritik-an-ezb-programm/

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