Montag, 22. September 2014

Bundesbankchef Jens Weidmann sieht in den jüngsten Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) eine gefährliche Weichenstellung der Notenbank.


Im EZB-Rat habe die Mehrheit signalisiert, "dass die Geldpolitik bereit ist, sehr weit zu gehen und neues Terrain zu betreten", sagte Jens Weidmann in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Montagausgabe). "Es geht nicht mehr nur darum, die Kreditvergabe anzukurbeln, sondern nötigenfalls auch auf direktem Weg Geld in die Wirtschaft zu pumpen", sagte Weidmann, der ebenfalls Mitglied des EZB-Rates ist.

Weidmann bezeichnete die aktuelle Ruhe an den Finanzmärkten als "trügerisch und sogar gefährlich". Zwar habe die Ankündigung, gegebenenfalls massiv Staatsanleihen zu kaufen, die Märkte beeindrucken können, sagte er. Sie nehme aber den Druck von den Regierungen der Eurozone, dringend nötige Reformen durchzuführen. "Bleiben die aber aus, könnten die Investoren ihre Risikoeinschätzung schnell wieder ändern", warnte der Bundesbankchef.

Textquelle und kompletter Artikel ->  http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Reformen-verhindert-Bundesbankchef-Weidmann-sieht-EZB-auf-gefaehrlichem-Kurs-3887294

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